In einem sechs Stationen umfassenden Parkour konnten nachhaltige Materialien und Produkte an praktischen Beispielen kennengelernt werden. Jede Station wurde von den jeweiligen Expertinnen und Experten betreut. Der Einsatz von Hanfziegeln und Hanf-Akustikpaneelen wurde von Südtirols Hanfpionier Werner Schönthaler und Noa Paul (SAPPA Group) erklärt. Die Zimmerleute Markus und Thomas Habicher (Habicher Holzbau GmbH) zeigten eine Holzfaserwand, während am Stand von Seraphin Stecher (holzius GmbH) die Vollholzwand im Zentrum stand. Bei Margareta Schwarz wurden die Teilnehmenden mit der Strohwand vertraut gemacht. Zur Oberflächenbearbeitung stand Markus Pescoller von der Pescoller Werkstätten GmbH Rede und Antwort und Josef Moser zeigte praktische Beispiele gelungener Fenstersanierungen.
Im Anschluss führte die Initiative Drususkaserne durch das Areal, um dann an das Tiny FOP MOB-Projektteam rund um Daria Habicher und Silvia Gigante zu übergeben, das zum Ideenworkshop rund um die nachhaltige Renovierung und Umnutzung des ehemaligen Militärkomplexes einlud. Mehrgenerationen-Wohnraum, Gemeinschaftsgärten oder ein 24h-Shop mit 0-Kilometer-Produkten waren dabei nur einige der genannten Möglichkeiten, dem Areal neue Bedeutung zu schenken. Abschließendes Highlight war der Brandtest an Hanfwand, Vollholzwand und einer Kunststoffwand, durchgeführt unter der Aufsicht der Freiwilligen Feuerwehr Schlanders. Fazit des Experiments: die zwei natürlichen Wandaufbauten zeigten sich deutlich feuerfester als die Kunststoffwand, wobei vor allem die giftige Rauchgasentwicklung ein Problem darstellt. Der Workshop war nicht zuletzt auch ein gelungenes Beispiel für Kooperation und Synergien verschiedener EU-Projekte.

