Das Projekt fördert soziale Innovation durch integrierte Fallarbeit und Zusammenarbeit von öffentlichen Diensten, Drittem Sektor und Freiwilligen, um den Zugang zu wohnbezogenen Diensten zu verbessern und soziale Inklusion zu stärken.
Am 31. März fand das erste Monitoring-Treffen des Projekts Luoghi Comuni – GEMEINschaftsPLÄTZE statt, das von der Caritas Bozen-Brixen mit Unterstützung von Eurac Research durchgeführt wird. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt befasst sich mit Wohnungsarmut in Südtirol, mit besonderem Fokus auf Personen mit Migrationshintergrund und mehrfachen Marginalisierungslagen, und verfolgt dabei einen integrierten und mehrstufigen Ansatz unter Einbeziehung öffentlicher Dienste, des Dritten Sektors und von Freiwilligen.
Im Rahmen des Treffens wurden die Ziele, Aktivitäten und erwarteten Ergebnisse des Projekts vorgestellt, ebenso wie das voim Institut für Regionalentwicklung von Eurac Research entwickelte Monitoringkonzept, das die individuellen Wege der Teilnehmenden, die Arbeit der Fachkräfte sowie die Zusammenarbeit zwischen Diensten und im lokalen Netzwerk gemeinsam analysiert.
„Ziel des Monitorings ist es, besser zu verstehen, was funktioniert, für wen und unter welchen Bedingungen, und zugleich die strukturellen Rahmenbedingungen sichtbar zu machen, mit denen das Projekt konfrontiert ist. Durch den mehrstufigen Ansatz ermöglicht das Monitoring, sowohl die unterschiedlichen Erfahrungen von Menschen in Wohnungsnot als auch die Ressourcen und Herausforderungen in der Arbeit der Dienste zu erfassen. Nur eine umfassende Betrachtung des Phänomens erlaubt es, wirksame und nachhaltige Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln“, erklärt Marzia Bona.
Die Sitzung wurde durch einen partizipativen Austausch abgeschlossen, in dem die Fachkräfte Chancen und Herausforderungen des Projekts reflektierten. Dabei wurden insbesondere die zentrale Bedeutung von Vertrauen in individuellen Prozessen, Herausforderungen in der Zusammenarbeit zwischen Diensten sowie strukturelle Rahmenbedingungen des lokalen Wohnungsmarktes hervorgehoben.
Das Monitoring begleitet das Projekt über die gesamte Laufzeit hinweg mit dem Ziel, die Arbeit der Fachkräfte zu unterstützen, die Praxis weiterzuentwickeln und zur wissenschaftlichen Debatte über Migration, Wohnen und soziale Innovation beizutragen. Bei Eurac Research werden die Monitoring- und Evaluationsaktivitäten von Marzia Bona (Institut für Regionalentwicklung) und Giacomo Orsini (Center for Migration and Diversity) durchgeführt.
Luoghi Comuni – GEMEINschaftsPLÄTZE wird im Rahmen des ESF+-Programms 2021–2027 gefördert.



