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PRESSAlpine Libellenarten profitieren nicht von künstlichen Teichen
06.08.2025

Alpine Libellenarten profitieren nicht von künstlichen Teichen

Eine detaillierte Untersuchung von Libellengemeinschaften in Südtirol zeigt: In hohen Lagen können vom Menschen geschaffene Gewässer den Verlust natürlicher Stillgewässer und Moore nicht ausgleichen.

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Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit dem Biodiversitätsmonitoring Südtirol und untersuchte die Libellenfauna an natürlichen und künstlichen Gewässern in verschiedenen Höhenlagen. Dabei zeigte sich: Mit zunehmender Höhe unterscheiden sich die Gemeinschaften der Libellen an natürlichen und anthropogenen Standorten immer deutlicher. Künstliche Teiche über 1600 Meter beherbergen keine der in dieser Höhe natürlich vorkommenden alpinen Libellenarten. Stattdessen werden sie von Arten besiedelt, die typisch für tieferliegende Gebiete sind. Künstliche Teiche zur Förderung der Biodiversität anzulegen, wie es auch in den Alpen propagiert wird, erscheint damit für diese Höhenlagen, zumindest was die Libellengesellschaften betrifft, als fragwürdige Strategie. Die Autoren der Studie plädieren deshalb dafür, die Anstrengungen zum Schutz der natürlichen alpinen Süßwasserlebensräume zu verstärken. An der Untersuchung waren Forscher von Eurac Research sowie der Universitäten Wien, Würzburg und Marburg beteiligt.


Felix Puff bei der Feldarbeit
Credit: Eurac Research | Elia Guariento
Der Violette Sonnenzeiger, eigentlich eine afrikanische Art, profitiert vom Klimawandel und breitet sich seit Jahrzehnten Richtung Norden aus.
Credit: Eurac Research | Felix Puff
Um Libellen eindeutig zu bestimmen, halten Forschende sie manchmal kurz an den Flügeln; Schaden wird den Tieren dadurch nicht zugefügt. Im Bild eine Torf-Mosaikjungfer
Credit: Eurac Research | Felix Puff
Die einst häufige Blauflügel-Prachtlibelle lebt in Südtirol nur noch in zwei Gewässern. Das Bild zeigt den Akt der Paarung, bei dem Männchen und Weibchen ein „Rad“ bilden
Credit: Eurac Research | Felix Puff
Die Große Pechlibelle ist relativ anspruchslos und deshalb sehr verbreitet. Diese wurde am Teich von Eurac Research fotografiert, eines von 13 untersuchten künstlichen Gewässern.
Credit: Eurac Research | Andrea De Giovanni
Die Blaugrüne Mosaikjungfer kommt in allen Arten von Gewässern und auf fast allen Höhenstufen vor. Da sie sehr neugierig ist, verirrt sie sich auch oft in Häuser.
Credit: Eurac Research | Felix Puff
Die Gebänderte Prachtlibelle war sehr selten geworden – und erlebte ein Comeback: Entlang der Bewässerungsgräben des Etschtals sieht man sie wieder häufig.
Credit: Eurac Research | Felix Puff
Die Kleine Binsenjungfer galt in Südtirol als verschollen – dann entdeckte Felix Puff 2023 am Vigil Joch dieses einzelne Weibchen.
Credit: Eurac Research | Felix Puff

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