DI-ÖSS: Digitale Infrastruktur für das Ökosystem Südtiroler Sprachdaten und Dienste.
Entwicklung einer digitalen Infrastruktur für den
Austausch von Texten, Sprachdaten und -diensten. Südtirols Kulturerbe im
digitalen Zeitalter
DI-ÖSS ist ein Infrastrukturprojekt, das vom Institut für Angewandte
Sprachforschung von Eurac Research ins Leben gerufen wurde. Es zielt darauf ab,
eine prototypische digitale Infrastruktur zu entwickeln, um Südtiroler
Sprachdaten und -dienste zu vernetzen. In DI-ÖSS arbeiten drei lokale Partner
mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Fachkenntnissen aus Bozen eng zusammen:
die Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann, die Sprachstelle des Südtiroler
Kulturinstitutes und das Online-Nachrichtenportal Salto.bz. Die beteiligten
Institutionen, Vertreter von Bibliotheken, Sprachstellen und Online-Medien bzw.
Verlagen verfolgen zwar unterschiedliche Zielsetzungen, durchlaufen jedoch alle
einen ähnlichen Arbeitsprozess: Sie sammeln, verarbeiten, analysieren und verbreiten
Sprachdaten. Das Projekt DI-ÖSS setzt an dieser Stelle an und hat sich zum
Ziel gesetzt, die Arbeitsabläufe institutionsübergreifend zu optimieren, indem
der Austausch von Kompetenzen, Daten und Diensten zwischen Partnereinrichtungen
ermöglicht und erleichtert wird. Beispielsweise ist es eine der Hauptaufgaben
einer Forschungseinrichtung, Daten zu verarbeiten und zu analysieren. Um dies tun zu können, müssen
die Daten zuvor jedoch erfasst bzw. katalogisiert werden. Und genau das fällt
in den Kompetenzbereich von Bibliotheken. Würden beide Einrichtungen ihre
Expertise teilen, könnten Arbeitsabläufe schneller und effizienter gestaltet
werden. Bibliotheken könnten somit Forschungseinrichtungen beim Katalogisieren
helfen, während Forschungsinstitute die Bibliotheken wiederum bei der
Verbesserung der Suche in ihren Katalogen unterstützen könnten. Durch die
Förderung und den Ausbau solcher Kooperationen in DI-ÖSS möchte Eurac Research
zu einer Kompetenz- und Qualitätssteigerung bei allen beteiligten Partnern
beitragen. Um dabei auf die Bedürfnisse aller Projektbeteiligten eingehen zu können,
werden auf jeden Partner zugeschnittene Use Cases bzw. Anwendungsfälle
erarbeitet. Jeder der Use Cases soll hierbei eine Institution in ihrem
Hauptaufgabengebiet unterstützen indem ein synergetisches Zusammenspiel mit
einem anderen Partner ausgeschöpft wird. Use Cases stellen somit spezialisierte
Szenarios dar, die durch Einbindung in die digitale Infrastruktur auf ähnliche
Kontexte übertragbar werden sollen. Das erste Prototyp soll noch vor 2020
laufen. Schlussendlich verfolgt DI-ÖSS jedoch ein übergeordnetes Ziel: den
Grundstein für das digitale Südtiroler Kulturerbe zu legen: Start local,
think big.