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Biodiversitätsmonitoring in Schutzgebieten der Region Rezia

Das Projekt zielt darauf ab, das grenzüberschreitende Management von Schutzgebieten entlang der Grenzen der Rätischen Region (Lombardei, Graubünden, Südtirol) zu stärken, durch die gemeinsame Erfassung und Harmonisierung von räumlichen Daten zur Biodiversität, die Digitalisierung der Umweltüberwachung, die Entwicklung gemeinsamer Praktiken zum Schutz von Ökosystemen und die Verbreitung und Förderung des Territoriums. Die Ergebnisse werden für Verwaltungseinrichtungen, Forscher und politische Entscheidungsträger von entscheidender Bedeutung sein, um den Schutz der Biodiversität in Grenzgebieten zu verbessern.

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, dem italienischen Staat, dem Rotationsfonds, der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den Kantonen im Rahmen des Interreg VI-A Kooperationsprogramms Italien–Schweiz kofinanziert.

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Das Projekt ist in folgende Arbeitspakete gegliedert. Das Institut für Alpine Umwelt ist verantwortlich für WP3 "Bewertung der Waldökosysteme, Szenarien und Quantifizierung der Ökosystemleistungen“.

  • WP1. Erfassung und Verarbeitung von Fernerkundungsdaten zur Charakterisierung von Schutzgebieten. Es werden hyperspektrale und LiDAR-Daten von Flugzeugen und Drohnen sowie In-situ-Daten aus den Gebieten des Nationalparks Stilfserjoch, des Schweizerischen Nationalparks und des Val Monastero erhoben, um standardisierte Metriken zwischen den beiden Parks zu erstellen und die Merkmale der Ökosystemvielfalt in der Vegetation zu beschreiben. Mithilfe hyperspektraler Analysen untersuchen wir die Verteilung der Pflanzenarten in Wäldern und Weiden, um deren charakteristische Merkmale für die Kartierung der Biodiversität zu definieren. LiDAR-Daten werden genutzt, um die strukturellen Komponenten der Waldlebensräume (z. B. Struktur, Totholz), die mit der Biodiversität zusammenhängen, zu analysieren. Es werden außerdem permanente Monitoringflächen für Drohnenflüge in vorrangigen Habitaten eingerichtet, um ein noch detaillierteres Monitoring bestimmter Bereiche zu ermöglichen. Dieser Ansatz ist wesentlich für den Schutz, das Ressourcenmanagement und die Entwicklung gemeinsamer Strategien der beiden Parks zur Bekämpfung des Klimawandels in den Untersuchungsgebieten.
  • WP2. Analyse der Biodiversitätsdynamik bei großen Pflanzenfressern, Wäldern und Weiden. Große Pflanzenfresser sind echte „Ökosystemingenieure“, die die Vegetationsstruktur und das Konkurrenzpotenzial zwischen verschiedenen Arten beeinflussen können. Die Gebiete der beiden Parks beherbergen einige der dichtesten Populationen großer Pflanzenfresser Europas und bieten damit ein ideales Szenario, um deren Einfluss auf die Biodiversität zu untersuchen.
  • WP3. Bewertung der Waldökosysteme, Szenarien und Quantifizierung der Ökosystemleistungen. Ein großer Teil der Fläche beider Nationalparks ist von Wäldern bedeckt, die eine Vielzahl wichtiger Güter und Dienstleistungen bereitstellen. Doch auch diese Ökosysteme bleiben von den globalen Auswirkungen des Klimawandels und natürlichen Störungen, die ihre Dynamik und Entwicklung beeinflussen, nicht verschont. Diese Einflüsse können zu einer Verringerung oder zum Verlust von Ökosystemleistungen führen. Diese Aktivität wird unter Verwendung von Fernerkundungsdaten über Bedeckung, Struktur und Zusammensetzung der Wälder sowie den Druck durch Huftiere durchgeführt. Diese Daten dienen als Grundlage für dynamische Vegetationsmodelle, um zukünftige Szenarien zu simulieren und die bereitgestellten Ökosystemleistungen mithilfe von Indikatoren zu quantifizieren.
  • WP4. Förderung der Synergie zwischen den Parks. Die Aktivitäten zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Parks zielen darauf ab, den grenzüberschreitenden Austausch zu fördern. Insbesondere planen die beiden Parks, gemeinsam Aktivitäten zu organisieren, die sich sowohl an ein Fachpublikum (Techniker:innen aus Gebietskörperschaften) als auch an die breite Öffentlichkeit richten, um die im Projekt erarbeiteten Inhalte aufzuwerten, zu verbreiten und zu fördern. Darüber hinaus werden die Parks einen Biodiversitätspfad, den „Pfad der 2 Parks“, fördern, der die Landesgrenze von einem Park zum anderen überschreitet und mit zusätzlichen Interessenspunkten sowie grenzüberschreitender Beschilderung einschließlich einer eigenen Veranstaltung versehen wird.
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