Die Auswirkungen von Klima- und Landnutzungsänderungen auf die
miteinander in Verbindung stehenden Kohlenstoff- und Wasserkreisläufe
sind noch wenig belegt, aber es wird erwartet, dass sie die
Bereitstellung wichtiger ökosystemdienstleistungen erheblich verändern
können. Bergökosysteme in den europäischen Alpen sind „Hotspots“ der
Klima- und Landnutzungsänderungen. Während eine Fülle von Daten
betreffend Kohlenstoff- und Wasserkreislauf in Bergökosystemen der Alpen
existiert, wurden diese nicht gemeinsam systematisch
analysiert, und nicht so, dass es möglich ist, sie in Bezug auf
zukünftige Klima- und Landnutzungsbedingungen vorherzusagen. Dieser
Mangel an Wissen beeinträchtigt die Einschätzung der Konsequenzen
zukünftiger Klima- und Landnutzungsszenarien auf ökosystemleistungen und
die Entwicklung geeigneter Anpassungsstrategien.
Das übergeordnete Ziel des Projektes CYCLAMEN, das durch das
Forschungsförderungsprogramm “Legge 14” der Autonomen Provinz Bozen
finanziert wird, ist es, diese große Forschungslücke zu schließen und
die Resilienz sowie die Anfälligkeit des Kohlenstoff- und
Wasserkreislaufökosystems in Nordtirol und Südtirol zu quantifizieren,
und die ökosystemleistungen vorherzusagen, die diese unter zukünftigen
Veränderungen in der Klima- und Landnutzung leisten.
Kontaktperson: Mariapina Castelli
mariapina.castelli@eurac.edu