The Role of Subnational Governments in the Climate Crisis: A Comparative Analysis of Italian and Austrian Cases
Cittadino F
DOI: 10.5771/9783748918776-85
Der Klimawandel ist ein Paradebeispiel für eine Multi-Level-Governance-Herausforderung. Während Ziele und Rahmenregelungen für den Klimawandel auf internationaler Ebene beschlossen werden, erfordert ihre Umsetzung die Verabschiedung von Maßnahmen auf verschiedenen Regierungsebenen, einschließlich der subnationalen Ebene. Dieses Projekt untersucht die Rolle von subnationalen Regierungen als zentrale Akteure bei der Integration von Klimawandelaspekten in sektoralen Politiken, in denen diese Regierungen gesetzgeberische Kompetenzen ausüben. Hierfür gibt es im Wesentlichen drei Gründe. Erstens treten die Auswirkungen des Klimawandels hauptsächlich auf der subnationalen und lokalen Ebene auf und erfordern daher das Eingreifen der Regierungen, die den betroffenen Bürgern am nächsten sind. Zweitens haben subnationale Regierungen gesetzgeberische und administrative Befugnisse in den am meisten vom Klimawandel betroffenen Sektoren oder sind mitverantwortlich für das Erreichen von Minderungs- und Anpassungszielen. Schließlich gibt es nur wenige vergleichende Studien, die sich auf die Integration des Klimawandels auf der subnationalen Ebene konzentrieren. In diesem Zusammenhang zielt dieses Projekt darauf ab, zwei Hauptforschungsfragen in vergleichender Weise zu beantworten:
1) In welchem Ausmaß und mit welchen Mitteln haben die autonomen Provinzen Trient und Bozen in Italien und die Länder Tirol und Vorarlberg in Österreich die Klimapolitik in den Bereichen, in denen sie ausschließliche und konkurrierende Gesetzgebungskompetenzen ausüben, integriert und durchgängig berücksichtigt? Das Projekt wird insbesondere drei Politikbereiche untersuchen: Verkehr, Wasser und Energie sowie Raumplanung.
2) Welche institutionellen Faktoren verhindern oder erleichtern die Integration des Klimawandels auf subnationaler und lokaler Ebene, sowohl in Bezug auf Entscheidungsprozesse als auch auf die Politikumsetzung?
Es wird argumentiert, dass fünf institutionelle Hauptfaktoren eine potenziell entscheidende Rolle spielen: 1) die Intensität und Art der Koordination (horizontal/vertikal und formell/informell) zwischen den verschiedenen Behörden, die für die ausgewählten sektoralen Politiken verantwortlich sind; 2) die Beteiligung der Öffentlichkeit; 3) die Leadership (sowohl auf politischer als auch auf administrativer Ebene); 4) das Niveau der für die Gesetzgeber, Verwaltungsbehörden und die Öffentlichkeit zur Verfügung stehenden Informationen über den Klimawandel und wie diese kommuniziert werden; und 5) das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von zweckgebundenen Finanzmitteln.
Die Forschung zu diesen Fragen wird in integrierter Weise von einem Team durchgeführt, das sich aus erfahrenen Rechtswissenschaftlern und Rechtssoziologen zusammensetzt, die den folgenden Forschungseinrichtungen angehören: Eurac Research, der Universität Innsbruck und der Universität Trient. Die wichtigsten verwendeten Methoden sind: a) eine eingehende Literaturrecherche; b) das Studium verschiedener Gesetzestexte und Policy-Texte; und c) Interviews mit relevanten Entscheidungsträgern und Interessenvertretern.
Discover
Verwandte Expertinnen und Experten, Publikationen und Forschungsthemen ansehen.
Eurac Research ist ein privates Forschungszentrum mit Sitz in Bozen, Südtirol. Unsere Forscherinnen und Forscher kommen aus allen Teilen der Welt und arbeiten in vielen verschiedenen Disziplinen. Gemeinsam widmen sie sich dem, was ihr Beruf und ihre Berufung ist – Zukunft zu gestalten.

Unsere Forschung befasst sich mit den größten Herausforderungen, vor denen wir in Zukunft stehen: Menschen brauchen Gesundheit, Energie, gut funktionierende politische und soziale Systeme und ein intaktes Umfeld. Dies sind komplexe Fragen, und wir suchen nach Antworten in der Interaktion zwischen vielen verschiedenen Disziplinen. [Über uns](/de/ueber-uns-eurac-research)
Eurac Research Headquarter
Viale Druso 1
39100 Bolzano
Italy
Eurac Research NOI Techpark
Via A.-Volta
39100 Bolzano
Italy
Except where otherwise noted, content on this site is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International license.
Cittadino F
DOI: 10.5771/9783748918776-85
Cittadino F, Meier A, Bertuzzi N, Felber AT, Librera T
Within the framework of the research project ‘Climate change integration in the multilevel governance of Italy and Austria: policy-making and implementation in selected subnational policies’ (Research Südtirol 2019), financed by the Autonomous Province of Bolzano, this document presents a collection of best practices, i.e. a non-exhaustive list of examples concerning how the subnational governments analyzed, the two Autonomous Provinces of Trento and Bolzano and the two Austrian Länder of Vorarlberg and Tyrol, have successfully managed to mainstream climate change considerations in subnational and local policies, plans, and initiatives. The practices regard the selected policy fields of transport, energy and water and spatial planning, as well as cross-cutting policy fields such as, climate protection, environmental protection and sustainability.
DOI: 10.57749/8py2-1p11
Bertel M, Cittadino F
This chapter discusses in section 2 the division of competences between the national and subnational levels in the sectors of environmental protection, transport, energy and water, and spatial planning, both pursuant to the Constitutions of Italy and Austria and with reference to the orientation of the Constitutional Courts of the two countries. Section 3 outlines the main strategies and legislation in the same sectors, with a view to understanding to what extent these integrate climate change in the abovementioned fields of activity.
DOI: 10.1163/9789004513006_004
Cittadino F, Parks L, Bußjäger P, Rosignoli F
ISBN: 978-90-04-51299-3
How can subnational governments best integrate climate change considerations across policy areas? Which factors contribute to successful integration?
With a specific focus on transport, spatial planning policies, and energy and water in selected cases located at the border of the Alpine region between Italy and Austria, this volume shows that coordination (vertical and horizontal), public participation and information, leadership, and dedicated funding play fundamental and interlinked roles in climate change policy integration.
Conference: Euregio Cross-border Seminar No. 2| Legal Pathways to Climate Action: Between Global Agreements and Local Realities | Trento : 7.5.2026 - 8.5.2026
Conference: 2024 ICON.S Annual Conference | Madrid | 8.7.2024 - 10.7.2024
Weitere Informationen: https://www.icon-society.org/2024conferenceprogram/
Conference: Cycle of seminars, in the framework of the visit of the Adenauer Stiftung to Eurac Research | Bolzano | 27.4.2023 - 27.4.2023