Die Covid-19-Pandemie stellte eine Zerreißprobe für den sozialen Zusammenhalt auch in Südtirol dar. Während zu Beginn ein weitreichender Konsens und starke Solidarität herrschten, entwickelten sich im Verlauf der Krise zunehmend gesellschaftliche Spannungen und Polarisierungen. Die damit verbundenen Tendenzen sozialer Desintegration betrafen dabei sowohl den öffentlichen Raum gesellschaftspolitischer Teilhabe als auch den privaten Raum sozialer Beziehungen, etwa in Familien, Freundeskreisen, Nachbarschaften, am Arbeitsplatz oder in Vereinen. Die Studie untersucht, ob und wie die Covid-19-Pandemie den sozialen Zusammenhalt in Südtirol nachhaltig geschwächt hat. Im Sinne einer dezidiert sozialwissenschaftlichen Untersuchung sollen hierfür vor allem die Meinungen und Einstellungen der Südtiroler Bevölkerung erhoben werden. Ein Blick zurück soll dazu dienen, nach vorn zu blicken: um bereits heute gesellschaftliche Gräben zu überwinden und zugleich Lehren für kommende Krisen aufzuzeigen.
Sozialwissenschaftliche Erkenntnisse und was wir daraus für die Zukunft lernen
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- Institute: Center for Advanced Studies
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