Belastungsprobe im Zeitraffer
Das Experiment mit Pflanzen, die wegen des Klimawandels in höhere Lagen abwandern, geht in die nächste Runde

Insgesamt wurden 240 Pflanzenproben entnommen, dazu noch einige Exemplare zur Sicherheit. Die Probenahmestelle befindet sich im Matschertal auf einer Höhe von 1.500 Metern. Im Hintergrund sieht man die Ortlergruppe.

Das Habichtskraut (Hieracium pilosella) ist eine kleine, behaarte Pflanze mit adstringierenden und reinigenden Eigenschaften, deren tiefgelbe Blüte mit der des Löwenzahns verwechselt werden könnte.

Es gibt zwei Arten von Klee: eine mit Härchen bedeckte und eine mit glatten Blättern. Botanisch gesehen sind die beiden Pflanzen gleich, aber der Flaum bildet eine Hülle, die die Blätter schützt, mehr Wasser zurückhält und sie widerstandsfähiger gegen Veränderungen macht.

Der Ökologe Georg Niedrist, verantwortlich für das Projekt Upshift.

Die Biologin Silvia Lembo

Die Ökologin Bouchra El Omani

Der Boden ist ziemlich hart; es gibt verschiedene Techniken, um die Pflanzenproben zu entnehmen. Eine davon ist ein Metallzylinder ohne Boden. Alternativ kann man auch ein Stecheisen und einen Hammer verwenden. Wichtig ist, dass die Wiese nicht zu sehr beschädigt wird: Die Löcher sollten so klein wie möglich sein, sie werden sofort geglättet.
„Die Daten, die uns am meisten interessieren, sind die von 2.500 Metern Höhe; eine Höhe, die sowohl der Klee als auch das Habichtskraut in naher Zukunft wahrscheinlich erreichen werden.“
Bouchra El Omari
Andere Luft und anderer Boden
„Beim Klee verzeichneten wir in den ersten zwei Wochen einen Rückgang des Chlorophyllgehalts, bevor er sich in den Wochen danach erholt hat.”
Silvia Lembo




